Chip für die Tonne

SAS Schwerin stattet Restabfall- und  Altpapierbehälter mit einem Identifikationssystem aus
SAS-Geschäftsführer Andreas Lange erklärt das Identifikationssystem für Restabfall- und Altpapierbehälter, Foto: maxpress/srk

Schwerin • In Schwerin werden derzeit wichtige Maßnahmen für eine moderne und transparente Abfallentsorgung durchgeführt. Im Auftrag des SDS stattet die SAS sämtliche Restabfall- und Altpapierbehälter mit einem Identifikationssystem aus.

In den kommenden Wochen werden dafür alle veranlagten Abfallbehälter mit einem Transponder sowie einem Etikett, auf dem Standort, Abfallart und bei Restabfall die Behältergröße vermerkt sind, ausgestattet. Dazu erhalten rund 17.000 Hausmülltonnen und etwa 12.900 Papiertonnen einen elektronischen Chip, den sogenannten Transponder. Dadurch wird die Behältererfassung vereinfacht, für mehr Übersicht gesorgt und eine Verwechslung vermieden.

Nur Leerung registrierter Behälter

Parallel werden auch die Sammelfahrzeuge technisch ausgerüstet, sodass beim Leerungsvorgang der Chip an den Tonnen vom Müllfahrzeug ausgelesen werden kann. Künftig werden nur registrierte Abfallbehälter geleert. Unzulässige oder nicht angemeldete Behälter bleiben stehen. „Unsere Fahrzeuge erhalten für die Kommunikation das entsprechende Gegenstück. So erkennt jedes Sammelfahrzeug den Rhythmus der Entleerung. Auf einem kleinen Bildschirm können unsere Mitarbeiter den Vorgang noch einmal prüfen“, erklärt SAS-Geschäftsführer Andreas Lange (Foto oben).

Eindeutige Zuordnung zur Adresse

Das Projekt soll bis zu den Osterferien Anfang April abgeschlossen sein. Die rund 12.000 Biotonnen in Schwerin verfügen schon seit etwa zehn Jahren über eine entsprechende Chip-Technik und sind daher nicht Teil der aktuellen Maßnahme. Der Nutzen liegt klar auf der Hand: Jeder Abfallbehälter ist eindeutig einem Grundstück beziehungsweise einer Adresse zugeordnet. Alle angemeldeten Tonnen werden vollständig erfasst, Verwechslungen sind künftig ausgeschlossen. „Mit Hilfe der Transponder-Chips ist jederzeit nachvollziehbar, ob und wann ein Abfallbehälter geleert wurde. Bei Nachfragen zur Entsorgung kann diese direkt nachvollzogen werden. Das erhöht unsere Servicequalität“, erläutert SDS-Werkleiterin Ilka Wilczek.

Mehr Transparenz und Verlässlichkeit

„Das neue System dient ausschließlich dem Behältermanagement und hat keine Auswirkungen auf die bisherige Gebührenerhebung, sondern sorgt für Transparenz und Verlässlichkeit“, ergänzt Ilka Wilczek. Auch für die SAS bietet das neue System zahlreiche Vorteile. Durch die Transponder kann die Leerung jedes Abfallbehälters in Echtzeit in das System des Unternehmens übertragen werden. Das erleichtert die Optimierung in den logistischen Abläufen und die Tourenplanung. „Der Aufwand der Umrüstung ist minimal, der Nutzen dafür umso größer“, betont SAS-Geschäftsführer Andreas Lange. Nach der Montage laufe alles automatisch. Im Anschluss werden noch mögliche Abweichungen geprüft und bearbeitet. Dazu zählen unter anderem ein abweichendes Behältervolumen, mehr Behälter vor Ort als veranlagt oder fehlende Gefäße, die zum Ausrüstungstermin nicht bereitgestellt wurden.
„Ab 1. Juni werden dann nur noch Restabfall- und Papierbehälter entleert, die auf das Chip-System umgerüstet worden sind“, kündigt Andreas Lange an.

maxpress/srk

Erklärvideo zum Einbau des Transponders

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