Jüngstes Aufsichtsratsmitglied Foto: maxpress/srk
Andy Bartholomäus vertritt als Mitglied im Aufsichtsrat der SAS die Interessen der 100 Mitarbeiter des Unternehmens. Fotos: maxpress/srk

Jüngstes Aufsichtsratsmitglied

Andy Bartholomäus hat als Arbeitnehmervertreter die Interessen der 100 Beschäftigten im Blick

Schwerin • Nach der Kommunalwahl in diesem Jahr hat sich der Aufsichtsrat der Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsgesellschaft mbH (SAS) neu konstituiert. Die Stadtvertretung hat drei Mitglieder und REMONDIS zwei Mitglieder entsandt. Als Arbeitnehmervertreter der SAS sitzt Andy Bartholomäus in diesem Gremium. Er ist mit seinen 28 Jahren jüngstes Mitglied im Aufsichtsrat.

„Bisher war ich fast überall der Jüngste. Sei es in der Familie, der Schulklasse oder in der Fußballmannschaft“, meint der junge Mann schmunzelnd. Dass er plötzlich im Aufsichtsgremium eines Unternehmens die Interessen von 100 Mitarbeitern vertreten soll, beunruhigt ihn keineswegs. „Ich bin von der Belegschaft gewählt worden. Das gibt mir Rückhalt“, meint der gebürtige Crivitzer.

Die Frage nach dem Grund für seine Kandidatur beantwortet er ebenso selbstsicher: „Die Mitbestimmung ist ein wichtiges Gut. Vor allem dann, wenn man die Möglichkeit dazu hat.“ Erfahrungen hat der junge Mann bereits durch seine Tätigkeit im Betriebsrat gesammelt, die er seit April 2018 ausübt. Andy Bartholomäus ist Fachkraft für Lagerlogistik und hat diesen Beruf im Zentrallager eines Discounters in Stavenhagen gelernt. Nach seiner Dienstzeit bei der Bundeswehr kam er zu REMONDIS nach Ludwigslust.

Seit 1. Januar 2014 arbeitet er nun bei der SAS in Schwerin, einer Beteiligungsgesellschaft von REMONDIS. Nach einiger Zeit äußerte er gegenüber SAS-Geschäftsführer Andreas Lange und Martin Schulze, dem damaligen Betriebsleiter, den Wunsch, einen Lkw-Führerschein zu erwerben und sich so weiter zu qualifizieren. Damit stieß Andy Bartholomäus auf offene Ohren. Seit knapp zwei Jahren ist er nun Berufskraftfahrer bei der SAS.

In der Freizeit ist er am liebsten mit seiner Familie zusammen und engagiert sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Crivitz. Darüber hinaus zieht es ihn, der selbst viele Jahre gespielt hat, als Zuschauer ins Fußballstadion. „Ich fahre häufig zu den Spielen von Schalke 04, da mich die Atmosphäre in den Stadien sehr fasziniert“, erklärt Andy Bartholomäus.

Text: Stephan Rudolph-Kramer