Geschäftsführer Andreas Lange (l.) und Stephan Wilmer, Projektverantwortlicher der SAS (r.), nahmen die Urkunde von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in Berlin entgegen, Foto: SAS
Geschäftsführer Andreas Lange (l.) und Stephan Wilmer, Projektverantwortlicher der SAS (r.), nahmen die Urkunde von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in Berlin entgegen, Foto: SAS

Blick in den toten Winkel rettet Leben

Abbiegeassistent hilft den Berufskraftfahrern und schafft mehr Sicherheit für die Fahrradfahrer

Schwerin • Die Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsgesellschaft mbH (SAS) beteiligt sich an der „Aktion Abbiegeassistent” des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und stattet bis Ende dieses Jahres zehn Fahrzeuge nachträglich mit der neuen Technik aus. In den beiden neu angeschafften LKW ist der Abbiegeassistent bereits eingebaut.

Das Gerät erlaubt dem Fahrer einen Blick in den sonst toten Winkel. Außerdem ertönt ein akustisches Signal, sofern eine Kollision droht. Bundesweit gibt es immer wieder beim Rechtsabbiegen tragische Unfälle zwischen LKW und Radfahrern oder Fußgängern. Dem will die SAS unbedingt vorbeugen. „Wir möchten auf jeden Fall vor dem gesetzlichen Termin 2022 alle 25 Fahrzeuge, die Papier, Restmüll, Bioabfall und Umverpackungen aus den Wohngebieten sammeln und in der Straßenreinigung eingesetzt werden, mit der neuen Technik nachrüsten. Der Abbiegeassistent ist eine enorme Hilfe für unsere Fahrer und natürlich ein wichtiger Aspekt für Fußgänger und Fahrradfahrer in unserer Stadt. Wir sorgen für mehr Sicherheit auf beiden Seiten. So unterstützen wir den Ruf Schwerins als fahrradfreundliche Stadt“, sagt SAS-

Geschäftsführer Andreas Lange. So sieht es auch Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier, der selbst leidenschaftlich gern mit dem Fahrrad unterwegs ist. „Wir schätzen die Vorreiterrolle der SAS sehr. Schwerin wird damit noch sicherer.” Die Europäische Union schreibt den Abbiegeassistent erst ab 2022 für alle neuen Fahrzeugtypen und ab 2024 für alle Neufahrzeuge vor.

 

Text: Stephan Rudolph-Kramer